Landschaftselemente und ihre Bedeutung im Klimawandel

(17.12.2012) Die Auswirkungen des Klimawandels auf Österreichs Landwirtschaft und mögliche Anpassungsmaßnahmen sind regional sehr unterschiedlich. In Ostösterreich kann der Klimawandel tendenziell zu einer höheren Trockenheit der Ackerböden führen und somit zu zunehmendem Hitze- und Trockenstress der Nutzpflanzen. Infolge der ausgetrockneten Oberböden steigt ebenso die Gefahr der Winderosion.

 

Insgesamt erfüllen Landschaftselemente, wie Hecken, Feldraine oder Einzelbäume wichtige ökologische Funktionen. Sie stellen nicht nur wertvolle Lebensräume dar, die der Erhaltung der biologischen Vielfalt dienen, sondern spielen ebenso eine wichtige Rolle in der Regulierung des Kleinklimas. So können Landschaftselemente auch jenen Problemen, die durch den Klimawandel in manchen Regionen verstärkt auftreten könnten (z.B. Trockenheit, Winderosion) entgegenwirken: Landschaftselemente haben einen positiven Einfluss auf den Bodenwassergehalt, sie verringern die Geschwindigkeit von abfließendem Wasser und reduzieren die Windgeschwindigkeit. So tragen sie u.a. wesentlich zum Erosionsschutz und der Hangsicherung bei.

 

Auf der anderen Seite bedeuten Landschaftselemente für die Bäuerinnen und Bauern einen nicht unwesentlichen Mehraufwand in der Bewirtschaftung, dies gilt sowohl für die an Landschaftselemente angrenzenden Flächen, als auch für die Pflege der Landschaftselemente selbst. Das Netzwerk Land hat daher ein Sammlung an häufig gestellten Fragen zu Landschaftselementen zusammengetragen und einen „Baukasten“ entwickelt, der es ermöglicht, auf spezifische Regionen abgestimmte Informationspapiere zusammenzustellen. In diesen Informationspapieren wird verständlich beschrieben, worin die Bedeutung von Landschaftselementen liegt und welchen Nutzen Bäuerinnen und Bauern von Landschaftselementen haben.

Zum Thema

"Netzwerk Land“ hat Funktion und Nutzen von Landschaftselementen beleuchtet und die Ergebnisse in Internet veröffentlicht.

Letzte Änderung: 18.04.2013