Klima und Energiepaket EU 2030

(19. Dezember 2014) Nach langem Ringen haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU am 24. Oktober 2014 in Brüssel auf ein umfassendes Klima- und Energiepaket mit Zielen bis 2030 geeinigt. Unter anderem soll der Ausstoß von Treibhausgasen in der EU im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent reduziert werden. Der Anteil an erneuerbaren Energien soll auf mindestens 27 Prozent ausgebaut und die Energieeffizienz auf 27 Prozent gesteigert werden.

 

Viele Regierungschefs und politische Verantwortliche zeigen sich mit dem Ergebnis des EU-Gipfels weitgehend zufrieden. So auch Landwirtschaft- und Umweltminister Andrä Rupprechter, wenngleich er die Ergebnisse zur erneuerbaren Energie auf 27 Prozent, statt den diskutierten 30 Prozent, als Kompromiss sieht.

 

Insbesondere der Druck von Polen und Großbritannien bremste die Ambitionen für das Energiesparen ab. Ursprünglich hat die EU ein Effizienzziel von 30 Prozent gefordert. Das schließlich festgelegte Ziel von 27 Prozent ist derzeit weder auf nationaler noch auf EU-Ebene verbindlich. Die festgelegten Ziele im Hinblick auf den Ausbau von erneuerbaren Energien sind hingegen auf EU-Ebene verbindlich.

 

Die jetzt beschlossenen EU-Ziele dienen als Verhandlungsbasis für den kommenden Weltklimagipfel 2015 in Paris. Bei diesem Gipfel sollen sich alle UN Teilnehmerstaaten weltweit auf verbindliche Klimaziele einigen. Auch der zukünftige Anpassungsbedarf - insbesondere nach 2050 - wird wesentlich von den globalen Anstrengungen im Klimaschutz abhängen.

Letzte Änderung: 19.12.2014