Steigende Pollenbelastung durch Klimawandel

© Franz Essl, Umweltbundesamt Ambrosia

(4. Mai 2016) Stetig steigende CO2-Emissionen beeinflussen nicht nur das Klima negativ, sondern haben auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Durch höhere CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre wird das Wachstum der Pflanzen angeregt – und somit auch die Produktion von Pollen und Allergenen. Durch die bereits jetzt spürbaren höheren Lufttemperaturen setzt die Blüte bei Frühjahrsblühern meist zeitiger ein. Die ersten Fröste hingegen lassen immer häufiger auf sich warten und verlängern die Pollensaison. Vor allem in urbanen Gebieten hat die Konzentration an Pollen in der Luft zugenommen.

 

Die Auswirkungen für AllergikerInnen sind alles andere als angenehm: Niesreiz, verstopfte Nasen und gerötete Augen in immer größerem Ausmaß. Diese überschießenden Immunreaktionen sind besonders für PatientInnen mit Asthma bronchiale verhängnisvoll. Forscher prognostizieren weiterhin eine steigende Anzahl an PollenallergikerInnen und Heuschnupfengeplagten.

 

Die unabhängige Plattform „MeineRaumluft.at“ gibt Tipps um das eigene Zuhause so pollenfrei als möglich zu halten. Diese fünf Maßnahmen tragen zur Verbesserung in Akutphasen bei:

  1. Tageszeit beachten: Generell ist die Pollenbelastung mittags am größten. In Städten ist sie morgens am niedrigsten, in ländlichen Regionen abends.
  2. Keine schweren körperlichen Anstrengungen im Freien: Nicht draußen trainieren, lieber im Fitnessstudio oder Hallenbad.
  3. Umgang mit Kleidung: Da Pollen an der Kleidung haften, nicht im Schlafzimmer umziehen, regelmäßig in der Waschmaschine reinigen und nicht im Freien trocknen.
  4. Spaziergänge nach Regenschauern: Regen spült Pollen aus der Luft, wenn es mindestens 15 Minuten regnet.
  5. Duschen: Pollen kleben in den Haaren, im Mund und in der Nase. Durch Duschen landen Allergene im Abfluss. Die Nase beim Duschen schonend ausspülen.

Durch regelmäßiges Informieren über aktuelle Pollenbelastungen via Medien oder Pollenwarndienst, können Leidtragende ihr Verhalten auf die jeweilige Situation anpassen. Gemeinden können unterstützen, indem sie den öffentlichen Raum von Pflanzen mit allergischem Potential freihalten. Institutionen wie die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) überwachen die Ausbreitung von allergieauslösenden Pflanzen, wie z.B. Ambrosia (= Ragweed) und geben Tipps zu vorbeugenden Maßnahmen und zur Bekämpfung.

Letzte Änderung: 04.05.2016