Klimawandel in der Wasserwirtschaft

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(26. Februar 2018) Jährlich neue Wärmerekorde seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen, Trockenperioden und massive Hochwasserereignisse stellen Österreichs Wasserwirtschaft bekanntermaßen vor immer weitere Herausforderungen. Diesen Herausforderungen will die Follow-up-Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Österreichische Wasserwirtschaft begegnen. Sie wurde im Auftrag von Bund und Ländern durch die Technische Universität Wien, die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sowie die Universität Graz erstellt. Betrachtet werden die Schwerpunkte Hochwasser, Dürre und Trockenheit.

 

Die Studie beschreibt − als Basis für die Entwicklung weiterer Anpassungsmaßnahmen − den aktuellen Wissensstand über die Auswirkungen der Klimaänderung auf die Wasserwirtschaft.

 

Belegt werden eine geringfügige Verstärkung von Hochwasserabflüssen und eine Verschärfung der Hochwasserproblematik. Wetterlagen und Zugbahnen, die starke Niederschläge auslösen, werden nicht häufiger. Die regionale Intensität der Niederschläge kann sich aber erhöhen. Daher müssen Hochwasserereignisse, die durch Oberflächenabfluss und Hangwasser entstehen, bei Schutzmaßnahmen in Zukunft stärker berücksichtigt werden. In den Alpen werden deutlich höhere Abflüsse im Winter erwartet. Die Verdunstung und der Jahresniederschlag haben in den letzten drei Jahrzehnten im Mittel um ca. 80 mm pro Jahr zugenommen.

 

Für den Süden Österreichs wird eine Zunahme der Winterniederschläge bei stagnierender oder leicht steigender Grundwasserneubildung erwartet. Im Norden und Westen hingegen wird eine stärkere Zunahme der Winterniederschläge erwartet, deswegen könnte dies auch zu einer Erhöhung der Grundwasserneubildung führen. In den niederschlagsarmen östlichen Regionen Österreichs ist hingegen eine Abnahme der Grundwasserneubildung wahrscheinlich. [IK]

Letzte Änderung: 25.02.2018