CLIMA-MAP: Mit Karten gegen die Auswirkungen des Klimawandels

© https://clima-map.com/

(6. September 2018) Die Auswirkungen der Klimaerwärmung sind heute schon auf lokaler Ebene zu spüren: Zunehmende Hitzetage und Tropennächte oder eine verlängerte Vegetationsperiode sind nur wenige der mittlerweile sichtbaren Folgen dieser Veränderung. Diese Klimafolgen abzubilden und lokalen Entscheidungstragenden in Form von Karten zur Verfügung zu stellen, ist eine wichtige Grundlage für Entscheidungen über Anpassungsmaßnahmen.

 

Das im Rahmen von ACRP vom Klima- und Energiefonds geförderte Projekt CLIMA-MAP hat diesen Bedarf aufgegriffen und Kartenmaterial produziert, das auf die Bedürfnisse von Gemeinden und Regionen zugeschnitten ist. Das Design der Karten wurde in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit den zukünftigen Anwenderinnen und Anwendern erarbeitet. Das Ergebnis sind Klimafolgen-Karten, die unterschiedliche, bereits beobachtete und zukünftige Folgen des Klimawandels in übersichtlicher Weise darstellen. Konkret visualisieren die Karten elf ausgewählte Klimafolgen-Indikatoren, die wertvolle Informationen für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels liefern. Ein eigens erstelltes Handbuch soll die Anwenderinnen und Anwender bei der Nutzung der Karten unterstützten. Für folgende Indikatoren wurden Karten erstellt:

 

  • Hitzetage
  • Tropennächte
  • Heizgradtage
  • Kühlgradtage
  • Nasse Tage
  • 3-tägige Niederschlagsintensitäten
  • Frost-Tau-Wechseltage
  • Niederschlagssummen
  • Tage mit Starkniederschlag
  • Vegetationsperiode
Die Karte zeigt beispielhaft die Anzahl der Tage mit ideal Badwetter in den Zeiträumen 1981 bis 2010 und 2071 bis 2100

Das CLIMA-MAP Kartenmaterial basiert auf Ergebnissen des Projekts „ÖKS15 – Klimaszenarien für Österreich“. Je nach Klimafolgen-Indikator wurden diese Klimamodell-Daten im Projekt CLIMA-MAP mit weiteren Daten verschnitten. Die grafische Aufbereitung der daraus gewonnenen Inhalte wurde in Form von Kartenentwürfen in drei Workshops mit regionalen Entscheidungstragenden diskutiert und getestet. Für die Abschätzung der Vertrauenswürdigkeit der Information, die auf den Karten für zukünftige Zeiträume gezeigt wird, ist auch die Darstellung des Grads der Gewissheit berücksichtigt worden. Aufbauend auf den Rückmeldungen und Erkenntnissen wurden diese Entwürfe überarbeitet und optimiert. Als Ergebnis aus dem Projekt CLIMA-MAP liegt nun ein aussagekräftiges, fachlich fundiertes und zielgruppenorientiertes Kartenpaket vor. [CL]

 

Weitere Informationen:

 

Projekttitel: CLIMA-MAP – Karten zur Darstellung der Auswirkung des Klimawandels für Gemeinden und Regionen Österreichs

Projektleitung: alpS GmbH, Dr.in Daniela Hohenwallner-Ries

Projektpartner: Umweltbundesamt GmbH, BOKU – Universität für Bodenkultur Wien, EURAC – Europäische Akademie Bozen

Projektlaufzeit: 2016-2018

Projekt-Website: https://clima-map.com/

Letzte Änderung: 05.09.2018