UniNEtZ Optionenbericht zur Umsetzung der SDGs in Österreich

Österreich hat sich 2016 zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Um die Bundesregierung bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen, wurde im universitätsübergreifenden und interdisziplinären Projekt UniNEtZ ein umfassender Optionenbericht mit 150 Optionen und an die 1000 konkreten Maßnahmen erarbeitet und Anfang März der Bundesregierung überreicht.

Grafik Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde 2015 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossen und enthält 17 globale Nachhaltigkeitsziele (die sogenannten SDGs) mit 169 Subzielen. Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, die Umsetzung der SDGs auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 voranzutreiben. In Österreich wurden per Ministerratsbeschluss vom 12. Jänner 2016 alle Bundesministerien zur kohärenten Umsetzung (Implementierung) der Agenda 2030 beauftragt. Die Folgen des Klimawandels nehmen auch bei den globalen Nachhaltigkeitszielen eine immer größer werdende Rolle ein. Anknüpfungspunkte bestehen zu allen SDGs. Konkret bezieht sich das SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ auf den Klimawandel und seine Folgen.

UniNEtZ stärkt nachhaltige Entwicklung in Österreich

Der Zeitraum, in dem es noch gelingen kann, die für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft notwendige sozial-ökologische Transformation anzugehen und umzusetzen, wird immer knapper und erfordert umgehendes Handeln. Dies war Motivation für den Zusammenschluss von 16 Universitäten, der Geologischen Bundesanstalt (GBA), dem Climate Change Center Austria (CCCA) und dem studentischen Verein forum n im Projekt UniNEtZ (Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele), um aus akademischer Perspektive zur nachhaltigen Entwicklung in Österreich beizutragen. Im Detail hat sich UniNEtZ u.a. zum Ziel gesetzt, die universitätsübergreifende interdisziplinäre Kooperation zu stärken, einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Österreichs zu leisten und die nachhaltige Entwicklung an den Universitäten in Forschung und Lehre zu verankern.

In einem dreijährigen Prozess wurde von über 300 Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Studierenden der umfassende UniNEtZ-Optionenbericht: Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele. Österreichs Handlungsoptionen zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für eine lebenswerte Zukunft erarbeitet. Dieser soll die Bundesregierung bei der Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Der Bericht wurde Anfang März 2022 der Bundesregierung übergeben.

Die 150 vorgeschlagenen Optionen und an die 1.000 konkreten Maßnahmen bilden im Sinne des umfassenden Charakters der UN-Nachhaltigkeitsziele unter anderem rechtliche, technische, soziale, wirtschaftliche, ökologische und psychologische Perspektiven ab. Das Spektrum reicht dabei von einer Reform der Sozialsicherungssysteme über die Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Wiederverwendungs-Infrastruktur, multifunktionale Landnutzungssysteme und die Reduktion von Lebensmittelabfällen bis hin zur umfassenden Realisierung von Kinderrechten sowie einer klimazielfördernden Digitalisierung. Einen Überblick über alle Optionen bietet der Teil „Maßnahmenübersicht“ des Berichts. Darüber hinaus nimmt der Teil „Von den Optionen zur Transformation“ das Zusammenwirken der Optionen in den Blick.

Der mehrteilige Bericht und die Sammlung von Optionen können als digitale Dokumente auf der UniNEtZ Hompage abgerufen werden. Die Optionen sind den jeweiligen SDGs zugeordnet und durch ein Abstract sowie eine ausführliche Darstellung beschrieben.

Weitere Informationen

UniNEtZ - Optionenbericht