Über Klima sprechen – das Handbuch für gute Klimakommunikation

Zwischen dem Wissen zur Klimakrise und dem Handeln dagegen gibt es nach wie vor eine große Lücke. Wir müssen auf eine bessere Art und Weise über das Thema sprechen, um dies zu ändern. Wie eine Klimakommunikation aussehen sollte, die eine breite Öffentlichkeit erreicht und motiviert, beschreibt Wissenschaftsjournalist Christopher Schrader im Handbuch „Über Klima sprechen“.

Diese Situation kennt vermutlich jede und jeder in Wissenschaft und Behörden, in Politik, Medien und Zivilgesellschaft – und manche lässt es geradezu verzweifeln: Nach jahrzehntelanger Klimaforschung ist uns alles Wesentliche über Ursachen und Folgen des menschengemachten Klimawandels bekannt, aber wir handeln noch immer nicht ausreichend und unserem Wissen entsprechend.

Warum das so ist, vor allem aber: wie Kommunikation dazu beitragen kann, Auswege aus den Tiefen dieser „Knowledge-action gap“ zu finden, davon handelt das Handbuch „Über Klima sprechen“.

Cover des Buchs

Herausgegeben vom stiftungsfinanzierten Wissenschaftsportal klimafakten.de ist es das bisher einzige deutschsprachige Grundlagenwerk zu konstruktiver Klimakommunikation – und auch Weltweit die vermutlich umfassendste Handreichung an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis. In 21 Kapiteln und auf 416 Seiten beleuchtet Autor Christopher Schrader nahezu jeden Aspekt der sonderbaren Dinge, die sich zutragen, wenn Menschen über die Klimakrise sprechen (oder auch nicht sprechen).

Es geht beispielsweise um psychologische Ausweichmechanismen und Emotionen, um Bildsprache, Framing und die Macht von Narrativen, um die Rolle von Werten und Normen, um die kommunikativen Risiken von Katastrophismus und um wissenschaftlich fundierte Methoden, Desinformation zu kontern. Neben konkreten Tipps und Anleitungen, wie Klimakommunikation so gelingen kann, dass daraus Handlungen werden, zeigt das Handbuch außerdem gängige Fehler auf, die oft gemacht und wiederholt werden, wenn man über die Klimakrise, Klimaschutz und Klimawandelanpassung spricht.

Gestützt auf eine sorgfältige Auswertung der relevanten, internationalen, Forschungsliteratur, versteht sich das Handbuch vor allem als Hilfestellung für die Zehntausende in der Praxis, die Tag für Tag auf die eine oder andere Weise Klimakommunikation betreiben, ob beruflich oder privat.

Das Handbuch ist also da für all die Menschen in Behörden und Kommunen, in Medien und Unternehmen, in der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft, die immer wieder teils ratlos, teils verblüfft, teils wütend, teils deprimiert vor der Frage stehen: „Wie kann es sein, dass Klimaschutz immer wieder in Zweifel gezogen, ausgebremst, behindert und verzögert wird?“

Gründe, sich mit Klimakommunikation zu beschäftigen, gibt es also viele. Aktuell hat zuletzt die Corona-Pandemie bewiesen, dass Kommunikation, deren Wirkmechanismen man nicht versteht, unbeabsichtigt zu einer Verstärkung der Krise beitragen kann.
Das Wissen zu den Auswirkungen der Klimakrise gibt es schon lange, die Folgen erreichen uns auch langsam in Deutschland: spätestens nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 und dem Hitzesommer 2022 wurde dies deutlich. Umso wichtiger ist es, mit der richtigen Kommunikation mehr Menschen von ihrer Selbstwirksamkeit zu überzeugen und aus Klima-Aktiven, die frustriert sind, dass ihre Botschaften nicht ankommen, Klima-Aktive zu machen, deren Botschaften mitreißen.

„Dieses Buch ist die beste deutschsprachige Quelle für evidenzbasierte Kommunikation rund ums Klima“, sagt der Arzt, Wissenschaftsjournalist und Bestseller-Autor Dr. Eckart von Hirschhausen. (Margareta Deppermann, September 2022)

Weitere Informationen

Das Handbuch gibt es als kostenloses PDF,

als gedrucktes Buch (Oekom-Verlag) überall im Buchhandel und

zweiwöchentlich als Podcast überall, wo es Podcasts gibt oder direkt hier: https://shows.acast.com/klimafakten