Neue Weltbank-Studie warnt vor wachsender Armut durch den Klimawandel

In den nächsten 15 Jahren könnten zusätzlich 100 Millionen Menschen in die Armut stürzen - wenn ausreichende Anstrengungen im Klimaschutz und Maßnahmen zur Anpassung an die Klimaveränderungen ausbleiben. Die Weltbank warnt, dass Menschen in Afrika und Südasien davon am stärksten betroffen seien.

Titelblatt des World Bank Berichts

Laut der Weltbank-Studie werden die Auswirkungen des Klimawandels bis 2030 zu Ernteverlusten führen und diese wiederum zu deutlich höheren Lebensmittelpreisen mit drastischen Auswirkungen für 100 Millionen Menschen. Die Studie basiert auf Forschungsdaten und auf Befragungsergebnissen von rund 1,4 Millionen Menschen in 92 Ländern.

Um dieser starken Erhöhung der weltweiten Armut entgegen zu wirken, raten die AutorInnen der Studie zu einer engeren Verzahnung von Entwicklungsarbeit mit Fragen zur Anpassung an die Klimawandelfolgen. Der Weltbank-Bericht stellt ebenfalls unmissverständlich klar, dass die steigende Armut durch den Klimawandel nur durch ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern ist. 

Die eindringliche Warnung der Weltbank kam rechtzeitig vor der Weltklimakonferenz in Paris 2015 (COP21). Ein Schwerpunkt der Verhandlung wird die Hilfe für ärmere Länder beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels sein. (Dezember 2015)